Inzwischen gibt es erfreulicherweise viele Sekretär*innen bei ver.di in NRW, die Organizing als Arbeitsschwerpunkt haben – entweder ausdrücklich als Projektsekretär*innen, Erschließungskoordinator*innen oder Erschließungssekretär*innen, oder praktisch als Fachbereichssekretär*innen, die durch eine Rollen- und Aufgabenverteilung im Team diese Aufgabe als zentralen Arbeitsschwerpunkt übernommen haben.
In der Werkstatt finden wir, dass diese Konzentration von Ressourcen auf Organizing äußerst wichtig ist, wenn ver.di an Macht und an Mitglieder wieder wachsen soll. Gleichzeitig muss man sagen, dass viele der Impulse, die in den letzten Jahren für Organizing in ver.di entstanden sind, durch externe Unterstützung möglich waren. Es gibt auch immer wieder Kritik daran, dass diese Arbeit extern ausschrieben werden. Auch wenn wir einige dieser Kritikpunkte eher skeptisch gegenüberstehen, tut es auch uns in der Werkstatt am Ende jedes Projekts und jeder Tarifkampagne weh zu sehen, dass die tollen, engagierten Leute, von deren Unterstützung wir profitiert haben, die Organisation wieder verlassen und ihre Erfahrungen und Kompetenzen damit weitgehend verloren gehen.
Aus dieser Problemlage heraus hat ver.di-NRW entschieden auszuprobieren, wie es ist, wenn ein ganzes Team von Organizer*innen innerhalb der Organisation arbeitet. So sind die Erschließungsstellen entstanden. Und parallel schauen wir, was es bewirkt, wenn Quereinsteiger*innen erst als Organizer*innen „laufen lernen“, bevor sie in die Regelarbeit der Organisation wechseln.
In der Werkstatt unterscheiden wir jetzt zwischen zwei Teams: Das bisherige Team nennen wir Unterstützungsteam. Es arbeitet mit Fachbereichssekretär*innen zusammen und stärkt sie, Erschließung in ihrer Regelarbeit noch besser zu verankern und umzusetzen. Die neuen Stellen bilden das Erschließungsteam. Zum Erschließungsteam gehören seit dem Herbst (im Bild von links nach rechts) Kristina Veers, Trainee Meshut Cakar, Lukas Oberhoff, Ian Caspar Hoffmann, Georg Blokus und Emil Langer.
Zum Aufwärmen war das neue Team beim Berufsstart, in der TdL und in anderer laufender Erschließungsarbeit beteiligt. Seit November sind sie in ihren ersten Projekten unterwegs. Insgesamt wird es fünf verschiedene Schwerpunkte geben – unter anderem in Versicherung, Logistik, Papierverarbeitung und Kitas. Schon in den ersten Wochen haben die neuen Stellen dazu beigetragen, dass neue Mitglieder und neue Aktive gewonnen wurden.
Wir freuen uns sehr, diese engagierten Kolleg*innen in der Werkstatt Erschließung begrüßen zu dürfen – und wir sind gespannt, wie sich Organizing „von innen“ in ver.di weiterentwickelt.
